Bettina Schuller, die einst mit den Bänden »Eine Mäusegeschichte«, »Die tägliche Straße« (1966 und 1969, beide Bukarest), mit Bühnen stücken und mit essayistischen Texten von sich reden machte, hat es nicht mit jener von Thomas Mann apostrophierten »epischen Stiernackigkeit« der so genannten großen Formen der Literatur: Ihre Stärke liegt vielmehr in der quasi nebenbei notierten, oft aphoristisch zugeschliffenen, inhaltlich immer unkonventionell verlaufenden Prosa, wobei ihr im Sinne ästhetischer Handwerklichkeit schöne, das heißt im Einzelnen klare, im Ganzen ausgewogene, reife Sprachgebilde gelingen. Ihre Prosa ist unpathetisch, zuweilen meditativ, nach Sujet und Laune spritzig.
Hans Bergel


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Recenzion: http://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/kultur/13930-bettina-schuller-liest-geschichten.html