Mit dem 7. Jahr kam ich dann in die zweite Klasse nach Mühlbach und in die Kost zu meinem Grossvater, pensionierter Pfarrer, Ferdinand Metz Senior und Mili Tante, welch ihm die Wirtschaft führte, da die Grossmutter und der Mann von der Mili Tante, der auch Pfarrer in Petersdorf war gestorben waren . Im Mühlbach gab es ein strenges Regiem. Grossvater und Mili Tante liesen mich nicht früher spielen gehen bis ich nicht meine Aufgaben gelernt hatte. In der Schule ging es mir immer gut, die Lehrer hatten mich gerne und ich durfte auch Violinspielen lernen. Zu Grossvater kam eine französische alte Jungfer öfter zur Jause, von der wir Französisch lernten. Nach vier Jahren starb sie und wir vergassen schön langsam auch das Französische.
Natürlich war für mich nunmehr die Ferien die grösste immer ersehnte Freude, um zu Hause mit meinen Lieblingen (Haustieren) und Wirtschaft spielen zu können. In Kelling wohnten auch bei uns die Grosseltern mütterlicher Seite, Josef Koch und Frau. Ersterer war ein sehr lieber Grossvater, hatte speziell mich, als erstgeborenen Sohn, lieber als die anderen Enkeln, welche ihn auch gerne sekierten. Ich war immer gut und half ihm mit Vorliebe in der Kellerwirtschaft, welche er versah, da mein Vater Wein kaufte und in die Officiersmenagen nach Karlsburg und Broos verkaufte. Der Grossvater brannte uns Kindern auch oft Zucker für Husten.
Dafür konnte ich die Grossmutter nicht leiden, welche ich oft sekierte und dafür von Mutter immer Schläge bekam, denn wenn die Elter fort waren und ich meine Geschwister a pisserl zupfte, so kam ich oft mit der Grossmutter in Kolusin, welch mich dann der Mutter verklagte und ich natürlich der Prügelknabe war. Überhaupt kann ich mich gut errinnern dass, für alle und für alles Schlechte was meine Geschwister und Verwandten auf Urlaub im Hof oder Garten machten, ich Schläge bekam. Z.B. weil mein jüngster Bruder Walter zu viele Äpfel ass oder auf die Leiter stieg oder von wo herunterfiel, war ich immer Schuld und bekam am Allerwertesten, den meine Mutter schlug uns nur dorthin, nie am Kopf oder Rücken.
Auf Urlaub half ich schon als 8 jähriges Kind fleissig mit. Ich wurde als Aufsicht oder zum Frucht und Heuteilen verwendet, musste oft schon um 3 Uhr früh aufstehen und aufs Feldteilen fahren, später konnte ich schon als 10 jähriger Junge einen Heuwagen oder Fruchtwagen laden.
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