Einmal machte die ganze Familie mit Hermannstädter Gästen einen Ausflug in das Mühlbachtal auf eine kleine Insel, dort peitschte ich ein Pferd so lange bis es in den Bach sprang und schwer herausgezogen werden konnte. Aus Angst lief ich dann 3 Stunden zu Fuss bis nach Hause und versteckte mich auf den Heuboden. In der Früh, als mein Vater aufstand verkroch ich mich unter dass Bett, von wo mich der Vater mit der Peitsche heraushollte und mich gut durchwackelte. Dies war das einzige mal dass mich mein Vater im ganzen Leben schlug.
Im selben Sommer kamen von Wien Anverwandte mit einem Zehnjährigen Sohn zu Besuch nach Kelling, dieser Lauser schüttelte von einem Birnbaum, den mein Vater uns verbotten hatte anzurühren, die Birnen, welche noch unreif waren herunter und dafür drohte mir der Vater mich zu strafen. Als das hin ging, es war schon fast dunkel, von zu Hause fort, mit dem Bemerken ich käme nicht mehr zu Hause, in den Wald, wo ich über Nacht beim Waldhüter zubringen, und dann morgens weiter nach Hermannstadt wollte. Nachdem ich wirklich bis spät nachts nicht nach Hause kam, schickte die Mutter Knecht und 2 Mägde mit Laternen mich im Wald suchen und fanden mich beim Waldhüter schlafen.
Ein anderesmal war ich mit einem Pferd beim Schmied dieses beschlagen zu lassen. Als es fertig beschlagen war, setzte ich mich aufs Pferd um nach Hause zu reiten. In dem Moment als ich mich hinaufschwang, schreckte es, und galopierte mit mir davon, ohne ich den Halfter in der Hand hatte, ich hielt mich nur an der Mähne und spielte den Zirkusreiter, wie ich es in einen solchen sah. Die Dorfleute schrien: aufhalten, aufhalten, ja aber das Pferd konnte jedem schön ausweichen, so dass ich hin und her wackelte, bis ich vor der Stalltüre glücklich ankam, welche zu meinem Glück zugemacht war, ansonsten ich bestimmt mit abgerissenen Schädel tot gewesen wäre.
Auf das hin war das ganze Dorf der Meinung ich müsse zu den Husaren, denn ich hätte bewiesen dass ich gut reiten kann.
Ein weiteres Ereigniss war es immer wenn wir, 4 Brüder, der Herde am Abend entgegen gingen und jeder auf einer Büffelkuh nach Hause ritten, stehend, kniend und sitzend.
Die Weinlese war auch immer ein Fest für uns Kinder. Da wurde natürlich Most getrunken, dass nächsten Tag anständige Diharö (sächsiche Schwuz genannt), es wurden Feuer gemacht, Kartoffel gebraten, Speck und Käse gegessen und die älteren Herrn tranken sich gewönlich einen Schwips an, dabei wurde gesungen und getanzt, den der Dorfzigeuner fand sich auch immer ein uns spielte dort wo er eine lustige Gesellschaft beisammen sah.
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