Viel Arbeit gabs im Sommer mit den Ernten, Heuernte, Fruchternte, Kukurutzernte, wo wir Kinder immer früh aufstehen und aufs Feld mussten teilen, denn wir hatten unseren Grund allen um ein Drittel (Heu) um die Hälfte Frucht und Kukurutz in Arbeit gegeben.
Einmal hatten wir 200 Joch Grund und Wiesen, später kam die Komasation, und nachdem sich der Herr Ingenieur verrechnet hatte, konnten wir nicht mehr so viel Grund bekommen und wir bekammen nur 65 Joch des besten Grundes knapp an der Gemeinde. Da hatten wir es auch leichter mit den Ernten, aber leider nicht mehr so viel Einkommen.
Als mein Vater nach Kelling als Pfarrer gewählt wurde, kaufte er immer den Grund jener verschuldeten Sachsen oder jener die nach Amerika auswanderten, auch von Nachbarort Rätsch, damit der sächsische Grund nicht in romänische Hände komme, denn damals kauften kauften schon die Romänen Grund zusammen und siedelten immer mehr Romänen in der nähe von Kelling in Dial an. Mein Vater erzählte uns dass z.B. im Jahre 1848 in Kelling nur ein Romäne war, den unser Grossmutter als Hirte und Käsemacher brachte und im Jahre 1895 waren in Kelling um 675 sächsische Einwohner und 800 romänische und ? Stunde von Kelling, in Dial war eine Gemeinde, nur Romänen, von 1000 Einwohner entstanden.
Wenn ich von Mühlbach nach Hause auf Urlaub kam bin ich viel mit meinem Vater, der Dechant war, als Kutscher auf die Gemeinde gefahren, damit der Knecht zu Hause arbeite, was meine schönste Urlaubsbeschäftigung war. Es war eine schöne Kinderzeit die ich in Kelling verbrachte.
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